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Er brachte der inzwischen zu einer schönen jungen Frau entwickelter Prinzessin teure Kleider und Schmuck in Hülle und Fülle. Julianne freute sich sehr über die Geschenke und vergass für einen Augenblick, dass sie bald wieder alleine sein würde.
     Der Fürst sorgte dafür, dass das Schloss von Erdeed Tag und Nacht stark bewacht wurde, damit seiner Tochter nichts zustossen konnte. Als er dann nach ein paar schönen Tagen wieder zu seinen Soldaten zurückkehren musste, versprach er Julianne bald wieder zu kommen. Ihr aber legte er an`s Herz, mit überhaupt niemandem darüber zu reden wie oder wann er kommt und geht, weil seine Feinde nur darauf warten ihn gefangen nehmen zu können. Wie könnte sie ihren eigenen Vater verraten, ihren Vater, den sie so sehr liebte und es kaum erwarten konnte ihn wieder zu sehen.
     Julianne verbrachte die Tage einsam in ihre Kammer. Übte sich in Handarbeit und Stickerei, spazierte, wenn das Wetter schön war, im Schlossgarten umher und sass stundenlang am Seeufer, in Mitten des Gartens, auf einer Bank unter der alten Trauerweide und schaute den lustig spielenden Fische zu.
     Ein paar Tage vorher, übernahm das Kommando über die Schlosswache ein gut aussehender junger Offizier. Von den Zinken des Turmes aus sah er die Prinzessin Tag für Tag alleine und traurig im Garten sitzend und suchte die Gelegenheit, sie ein bisschen aufzuheitern. Ab diesem Tag trafen sich die Beiden täglich. Die Prinzessin fühlte sich nicht mehr so einsam und hatte endlich jemandem mit dem sie von- der - Seele - weg reden und mit dem sie lachen konnte. Von Tag zu Tag wurden die Beiden einander vertrauter und die Prinzessin verliebte sich in den jugen Offizier.
     Der Fürst, der ein sehr grosser Stratege war, brachte dem Feind grosse Verlusste bei, so dass es schien, dass der Krieg zu seinen Gunsten zu Ende gehen müsste. Als er seine Tochter zuletzt besuchte sah er wie glücklich sie war und was für eine schöne Dame aus sie geworden ist. Er erzählte der Prinzessin, dass der Krieg schon bald zu Ende sei und er sie dann nie wieder alleine lassen würde.Noch einmal aber, müsse er zu seiner Armee zurückkehren.
     Eines Tages lachte der junger Offizier über den Feind der vergeblich versuchte mit allen möglichen Mittel den Fürsten gefangen zu nehmen, der Fürst aber immer schlauer war als er. Die Prinzessin, stolz auf ihren schlauen Vater, erzählte dem jungen Offizier den Grund, weshalb es dem Feind nie gelang ihren Vater gefangen zu nehmen.
" Mein Vater, hat sehr viele verschlungene geheime unterirdische Gänge die vom Schloss aus in alle Richtungen verlaufen, die die Schlösser verbinden und viele versteckte Ausgänge haben. So kann mein Vater mit seinen Soldaten unbemerkt dem Feinde in den Rücken fallen, sie angreifen und wieder spurlos verschwinden. Ausserdem ist sein Pferd verkehrt beschlagen. Die Labanzen denken deswegen wenn er geht, dass er eben gekommen ist und wenn er kommt, dass er eben gegangen ist. Die Labanzen suchen ihn also immer an der falschen Stelle ."
     Der junger Offizier amüsierte sich köstlich über die Schlauheit seines Fürsten und über die unerhörte Dummheit seiner Feinde.
     Fürst Franz kam bald wieder nach Hause seine Tochter zu besuchen und brachte ihr, wie immer, viele schöne Geschenke. Julianne berichtete ihrem Vater, wie sehr sie sich in den jungen Offizier der Schlosswache verliebt hatte.

Plötzlich, drangen unter die Führung des jungen Offiziers von allen Seiten Soldaten des Feindes in den Palast ein und nahmen den Fürsten Gefangen. Jetzt wurde der Prinzessin klar was sie getan hatte. Si hatte - von Liebe verblendet - ihren geliebten Vater dem Feind verraten. Der junger Offizier war niemand anderer, als der fähigste Spion des Labanzen Königs.
     Als der Fürst das erfuhr, war er sehr enttäuscht und in seinem Zorn verwünschte er seine Tochter mit den Worten:
Weil du mir ungehorsam warst und mich verraten hast, verwünsche ich dich dass niemand in deine Nähe mehr kommen kann so lange du nicht ein Männerhemd eigenhändig fertig genäht hast. Jährlich, aber darfst du nur je einen einzigen Nadelstich machen"
Julianne war sich bewust was sie ihrem geliebten Vater ungewollt angetan hatte, von der Häte mit der ihr Vater sie , bestraffen wollte, war sie jedoch sehr erschrocken.
"Vater, allerliebster Vater, ich flehe dich an, verzeihe mir, ich wollte dich doch nicht verraten, ich war nur von der Liebe geblendet und wusste nicht was ich tat. Verzeih mir lieber Vater, verzeihe mir." - flehte Julianne vor ihrem Vater kniend und weinend ihn an.
"Den Fluch, kann ich nicht mehr rückgängig machen" - erwiderte der Fürst besonnen und leise.- "sollte aber ein tapferer Mann es schaffen dich vor Ablauf dieser Zeit zu küssen, sollst du vom Fluch befreit sein."
"Danke, lieber Vater, danke... und lebe wohl....lebe wohl" sagte Julianne mit tränenüberfluteten Augen, als er unter Spott und zusammengekettet von den Labanzen, aus seinem Schloss hinausgetrieben wurde.
Er starb nach vielen schweren Jahren in Gefängniss des Labanzenkönigs.
     Nachdem ihr Vater fort war, besorgte sich Julianne Nähzeug und Leinen für ein Männerhemd. Sie schnitt das Hemd aus und machte die ersten Nadelstiche. Die Zeit verging und als alle Bediensteten und das Wachpersonal verstorben waren, blieb Julianne ganz alleine. Das einst prächtige Fürstenschloss verfiel und verwandelte sich nach und nach in eine Ruine.
     Julianne sah sich nun gezwungen in den geheimen unterirdischen Gängen ihres Vaters eine Wohnung einzurichten. Von dem Schloss blieben wenige Mauerreste übrig, das Wassergraben brach ein und sogar einige der unterirdischen Gänge stürzten teilweise ein. Überall wucherten Schlehen und Hagedorn.
     Sehr viele Jahren sind seither vergangen. Anfangs weinte Julianne sehr viel weil sie merkte, wie langsam das Nähen des Hemdes voranging. Um es fertig zu nähen bräuchte sie mehrere Jahrhunderte.
     Wegen ihrer Schönheit und auch wegen ihres Reichtums versuchten viele tapfere Ritter und junge Burschen sie mit einem Kuss von ihrem Fluch zu befreien. Kaum sind sie aber in ihre Nähe gekommen um sie zu küssen, krochen Schlangen aus ihrem Mund und Feuer stiess aus ihrer Kehle, weshalb sie niemand je berühren konnte. Diese sprach sich herum und tapfere Retter wurden immer seltener gesehen.
     In all de Jahren aber ist die Prinzessin so jung und schön geblieben wie sie es mit 18 Jahren war. Manchmal wird sie bei der alten Kirche in Fürstendorf gesehen, wo sie von ihrer Tante Nahrung und Kleidung erhällt. Auch heute noch kann man von den Bildegger Weinkellern aus die hin ind her spazierende helle Gestalt der Prinzessin in klare Vollmondnächte auf dem Fürstendorfer Weinberg sehen. Und auch heute noch soll es junge Burschen geben die davon träumen die schöne Prinzessin mit einem Kuss, von ihrem Fluch zu befreien.
Verfasser: Tiberius Hauler
 Auch andere Bildegger haben als "Dichter", "Maler", "Bildhauer", "Schriftsteller" in Bildegg sich betätigt.Leider sind uns nicht alle Namen bekannt. Bitte meldet Euch!
Welti Margarethe, Kerecsendi Magdalena, Ing. Welti Franz, Kiss Erwin
 Bernat Josef, Funkenhauser Josef, Kiss Erwin
 Funkenhauser Adolf, Kiss Erwin, Pleth Otto, Engel Josef, Ing. Welti Franz,
 Hauler Tiberius, Martocsan Ludwig
Hauler Tiberius
Balintfi Otto, Sergiu Vasil Marinescu, Ardai. L. Attila,
Hauler Tiberius
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Kulturecke 3
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Kehr ich einst
zur Heimat wieder,
Früh am Morgen,
wenn die Sonn' aufgeht.
Schau ich dann
ins Tal hernieder,
Wo vor einer Tür
ein Mädchen steht.

Refrain
Da seufzt sie still, ja still und flüstert leise:
Mein Heimatland,
mein Sathmarland,
So von Natur, Natur
in alter Weise,
Wir sehn uns wieder,
mein Heimatland,
Wir sehn uns wieder
am Krasnastrand.

In dem Schatten
einer Eiche,
Ja, da gab ich ihr
den Abschiedskuß.
Schatz, ich kann nicht
bei dir bleiben,
Weil, ja weil ich
von dir scheiden muß.

Liebes Madel,
laß das Weinen,
Liebes Mädchen,
laß das Weinen sein.
Wenn die Rosen
wieder blühen,
Ja dann kehr ich
wieder bei dir ein.

Wenn das meine
Mutter wüsste
wie´s mir in dem
fremden Lande geht.
Meine Stiefel sind zerrissen
durch die Hosen
pfeift der kühle Wind
Schlesierlied
Bildegg, Krasznabéltek, Beltiug
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