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Graf Alexander Károlyi ließ die reformierte Bewohner von Bildegg im Frühjahr 1730 nach Dobra, und die Schwaben und Franken von Erdeed in Mai 1730 nach Bildegg übersiedeln. Es kamen 49 Familien mit 100 Kinder nach Bildegg.
Die Ansiedlung der Donauschwaben _ Gemälde von Stefan Jäger.
Strassen, Gassen, Zeilen, Plätze.
Um 1780 gaben es in Bildegg nur 7 Strassen und Gassen. Es gab der Sagasser Strasse bis zur Schucks Haus, die Hauptstrasse, die Fürstendorfer Straße, die Dobramer Strasse, die Bäckereigasse, die Schulgasse und die Kirchengässili.
Im Jahre 1870 gaben es 12 Straßen und Gassen. Die Sagasser Straße war bis zur Galgensteig ausgebaut, Es gaben noch die Hauptstrasse, die Fürstendorfer Straße, die Dobramer Straße, Schulgasse, Marktgasse, Marktplatz, Saugässili, 2 Gassen im Ziegelofen. Außerdem gab es noch 1 Gasse vom Sagasserstrasse zur Krautland beim "Weiß Haus" eine Gasse vom Marktplatz zur Kirchengässili beim Varga Haus. Es gab 1 Haus in der Kirchengässili, 3 Häuser in der Mühlengasse und 2 Häuser auf der Perler Gasse ( ung. Gyöngyi utca). Die Kirchengässili existierte nicht.
Heute wenn wir alle bewohnte Stellen zusammenzählen gibt es 37 Straßen, Gassen und Zeilen und es gibt 3 Plätze. Um 1862 entstanden; die Saugässili und die 4 Gassen im Ziegeloffen, nach 1870 die Balintfigasse, um 1900 die Galgenberggässili, die Mühlengasse, die Perlergasse und die 6 Gassen auf der Wiese, um 1907 die alte Landwirtschaftliche Schulgasse, um 1920- 2 Gassen auf der Tevili, um 1947 die 2 Gassen im Krautland um 1960 die Neue Gasse im Hanfland, eine Gasse auf dem Galgensteig und es gibt noch 2 Gassen im Roti Boscha und 1 Gasse auf dem Sandbil. Es gibt auch 3 Plätze: der Marktplatz, der Platz vor dem Müllerhaus ond der Platz vor dem Bohus Haus.
Die Höfe
Die Höfe waren und sind in Bildegg nicht gleich gross. Es gibt sehr grosse Unterschiede die zusammen mit dem Haus von etwa 36 m² bis über 2000 m² reichen. Die Grösse der Höfe hing vom Status der Besitzer ab. Ein Vollbauer hatte ein viel grösseres Hof als ein Halbbauer oder ein Seldner.Die Grösse der Höfe und Grundstücke wurde um 1900 in Quadrat Klafter angegeben. Der kleinste Hof hatte 10 Quadrat Klafter - 35,7 m². der Grössten: 3084 m² -Szabó Gyula, 3945 m² -Grubermann Josef, 6287 m² - Georg Winter`s Witwe.
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Das langgestreckte Sathmarschwäbische Bauernhaus hatte eine Breite von 10 Meter und eine Länge von 30 Meter. Unter einem Dach wurde das Wohnhaus mit eine Grundfläche von etwa 220 m² und die Kuh - und Pferdestall, mit eine Grundfläche von etwa 110 m² untergebracht. Die Wände waren weiß gekalkt und die Dächer wurden bis 19oo mit Stroh, Rohr und Schindeln bedeckt. Erst nach 1900 fing man an die Häuser mit Dachziegel, Schiefer und Blech zu bedecke. Unterschiede gaben es in Grösse und in Bauweise.
Bildegg
schwäbisches Haus
der Ansiedlungszeit
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Bildegg
 Schwäbische Scheune
Die Sathmarschwäbische Scheune ( Scheuer ) erinnert in ihrer Bauweise an Bauwerken im Schwarzwald und in Norddeutschland.
Die Sathmarschwäbische Scheunen waren etwa 12 bis 15 Meter breit und 12 bis 24 Meter lang und waren in die Länge in 3 bis 6 Khare eingeteilt. Ein Khar hatte eine Breite von etwa 4 Meter und eine Fläche von etwa 56 m². In der Mitte der Scheune gab es eine etwa 8,5 Meter breiter Flur wo die Arbeit erledigt wurde.Demnach hatte eine 3 Khärige Scheune eine Grundfläche von 168 m², 4 Khärige - 224 m², 5 Khärige - 280 m² und eine 6 Khärige 336 m². Nach der kolektivierung der Landwirtschaft im Jahre 1960 wurden die meisten Scheunen abgebrochen weil sie nicht mehr gebraucht wurden. Seit 1990 fehlen sie wieder.
Wenn man von Fürstendorf( ung. Ákos, rum Acis) nach Bildegg schaut, fragt sich der Fremde, was für ein Dorf er entlang der Hügel am Horizont Richtung Osten wohl sieht. Da Bildegg teilweise in eine Vertiefung sich befindet, sieht man von Fürstendorf am bessten das Bildegger Kellerdorf, und nicht das Dorf selbst.
Abgesehen von den kleinen Keller in den Höfen und unter den Häusern, gibt es In Bildegg etwa 245 in den Hügel gebohrte Weinkeller, von denen 3 vereinzelt in den Weinbergen , Nachpill, Greizpill und bei Litzkowa sich befinden, alle andere Weinkeller befinden sich ins Kellerdorf der auf insgesammt 30 Kellerzeilen ( ung. Pincesor) angelegt sind. Diese Kellerzeilen folgen die natürliche Formen der Hügel.
Von den 30 Kellerzeilen befindet sich eine Zeile auf dem Galgensteig, 1 Zeile auf dem Lujmbill (ung. Lujmosdomb), 1 Zeile in die Roti Boscha, 1 Zeile im Galgenberggässili, 23 Zeilen auf dem Getschkebil (ung. Kecskebil) , 2 Zeilen auf dem Sandbil( Grosssteig) und 1 Zeile im Rotpil. Nach äussere und innere Merkmale können diese Weinkeller nach mehrere Kriterien unterschieden werden. Es gibt Weinkeller: mit und ohne Presshaus, einzelne und doppelte, ein- und zweistöckige, lange und kurze, gebohrte und ausgemauerte und mit Stroh, Rohr, Reißig, Blech, Wellplatten und Dachziegel bedeckte Weinkeller. Bis 1990 gaben es in Bildegg nur 2 zweistöckige Weinkeller. Zwischen 1990 - 2007 wuchs der Zahl der zweistöckigen Weinkeller auf 25, Tendenz steigend. Es gaben und gibt es in Bildegg 11 doppelte Weinkeller und 2 Weinkeller gehörten der Herrschaft Károlyi. Der kleinster Weinkeller hatte eine Grundfläche von 18 m², die grösste 125 m².
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Bildegg
 Weinkeller, wo der berühmter Bildegger Wein, gärt und reift
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Die Ansiedlung
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(Auswanderungszeit)

Die Donau fließt und wieder fließt
Wohl Tag und Nacht zum Meer.
Ein`Well` die andre weiterzieht,
Und keine siehst du mehr.


All`Frühjahr`kehren d`Schwälblein z`ruck,
Der Storch kommt wieder her, Doch die gen Ungarn
zogen sind,
Die kommen nimmermehr.


Das Ungarnland
ist`s reichste Land,
Dort wächst viel Wein und Treid,
So hat`s in Günzburg
man verkünd`t,
Die Schiff`stehn schon bereit.


Dort geits viel Vieh
und Fisch und G`flüg,
Und taglang ist die Weid`,
Wer jetzo zieht ins Ungarnland,
Dem blüht die gold`ne Zeit.


Mein Schatz hat auch
sein Glück probiert,
Doch nicht zum Zeitvertreib,
Und "eh`der Holder`
s dritt`mal blüht,
So hol`ich dich als Weib".


Und sieben, sieben lange Jahr`,
Die sind jetzt nun hinab,
Ich wollt`, ich wär`
bei meinem Schatz,
Doch niemand weiß sein Grab.
Volkslied aus Deutschland
Bildegg, Krasznabéltek, Beltiug
Bildegg
Ulmer Schachtel
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